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Tropfen Des Monsuns: Freudens- Und Leidensweg Eines Burmesen Unter Der Militardiktatur Maung Thaunglay Hokari

Tropfen Des Monsuns: Freudens- Und Leidensweg Eines Burmesen Unter Der Militardiktatur

Maung Thaunglay Hokari

Published May 23rd 2014
ISBN : 9781499218503
Paperback
642 pages
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 About the Book 

Rangun, Burma, Sommer 1974. Streik der Werft- und Textilarbeiter fur eine Handvoll Reis zu bezahlbarem Preis. Gewehrschusse fallen. Tote. Auf dem Campus der Universitat demonstrieren zigtausende Studenten gegen das Militarregime, etliche Erschossene,MoreRangun, Burma, Sommer 1974. Streik der Werft- und Textilarbeiter fur eine Handvoll Reis zu bezahlbarem Preis. Gewehrschusse fallen. Tote. Auf dem Campus der Universitat demonstrieren zigtausende Studenten gegen das Militarregime, etliche Erschossene, unzahlige Niedergeknuppelte. Tausende deportiert ins Gefangnis. Armeegenerale leben in Saus und Braus, wahrend das geknechtete Volk ein muhsames Leben fuhrt. Der grosste Teil der Bevolkerung ist konfrontiert nur noch mit drei Dingen: Furcht vor Militar, Hass auf Militar und dem taglichen Uberlebenskampf inmitten der standig steigenden Preise. Ein junger Burmese Thaung Htin, gerade vom Auslandsstudium zuruckgekehrt, erlebt hautnah die Militardiktatur. Derweil fleht eine Menschenmenge am Grab der verstorbenen Ehefrau des verhassten Diktators - in sarkastischer Manier - den Geist jener Granddame an, ihren Ehemann so schnell wie moglich ins Jenseits zu holen. Eine ehrbare alte Dame, der ihr Enkelkind entlaufen war, weil sie sich der verbotenen Begierde bedient hatte, befragt die Geister, wo das Kind sei. Wenn die Burmesen mit den Sorgen nicht mehr fertig werden, wenden sie sich nicht an Buddha, sondern an die Geister. Geisterbefragung gehort dem Alltag der Burmesen. Eine Gruppe von jungen Burschen ist darauf und daran, ein Haus mit Steinen zu bewerfen, weil dort eine junge Frau ihre ungluckliche Ehe beenden und gleich danach mit ihrem alten Freund den Lebensbund eingehen will, was die umgebende Gesellschaft als hochst unanstandig betrachtet. Der Roman fuhrt den Leser in die Zeit der Kindheitsjahre Thaung Htin( 1946 bis 1961) und beschreibt das Leben der tiefreligiosen Buddhisten auf dem Lande, Sitten und Gebrauche, die tief in der burmesischen Kultur verankert sind, erzahlt uber den Erwachsen-Werden des Schulkindes Thaung Htin und uber die Nachbarin, in die er unsterblich verliebt war, jedoch ihre Liebe einem jungen Monch hingab. Das Buch gibt einen Einblick in die politische Zeitgeschichte Burmas, den Unabhangigkeitskampf, gefuhrt vom Nationalhelden Aung san und zuletzt skizziert den dubiosen Werdegang des einstigen Pokerspielers und Pferdenarrs, der als General Ne Win mit skrupelloser Machtgier die Burmesen seit 1962 jahrelang knechtete und das Land wirtschaftlich vollig ruinierte. Trotz der Misere im Lande bemuhen sich die Normalverbraucher wie Thaung Htin und seine Freunde ihr gewohntes Leben, so weit wie moglich, ertraglich zu gestalten, nach dem Motto: Lass dein Leben vom Militar nicht kaputt machen. Einige junge Offiziere um Hauptmann Ohn Kyaw Myint, die das Elend der Bevolkerung nicht mehr ansehen wollen, versuchen vergeblich, den Diktator General Ne Win und seine Sippe zu beseitigen. Universitaten sind mehrmals im Jahr wegen Unruhe geschlossen, Gefangnisse sind voll von Studenten, Politikern und Dissidenten. Der Diktator lasst den Studentenfuhrer Tin Maung Oo hinrichten und dessen Vater, Mutter und Geschwister jahrelang ins Gefangnis einsperren. Uber den Zustand des Landes enttauscht und resigniert von der Hoffnungslosigkeit, verlasst Thaung Htin seine Heimat und schliesst sich einer Gruppe von Jadekaufleuten an, die durch Urwald und uber Berge viereinhalb Tage zu Fuss zur thailandischen Grenzstadt Mae Sot aufbrechen. Unterwegs begegnet er einer Jadehandlerin, die ihm freundlich gesinnt ist. Ihm zu helfen, nimmt sie ihn zu ihrer thailandischen Maklerin in Mae Sot mit, jedoch macht die Gastgeberin ihm, dem mittellosen Fremden, der nicht nur keine Jadesteine als Ware mitbrachte, sondern mit ganz anderer Absicht in Thailand eingeschlichen war, die Holle heiss, und ihr Ehemann als Grenzpolizist, Thaung Htin zu verhaften, hat.